Hier moechte ich Ihnen einige Krankheiten vorstellen, die bei Border Collies vorkommen koennen und manche durch Untersuchungen und genetische Tests durch Verpaarungen untersuchter Zuchttiere verhindert werden koennen.

CEA - Collie Eye Anomalie

Die Collie Eye Anomaly beruht auf einer genetisch bedingten Fehlbildung und Hypoplasie der Aderhaut und Netzhaut im Laufe der Embryonalentwicklung. Dadurch kommt es zu Stoerungen in der Entwicklung der Blutgefaeße, die zu Blutungen ins Auge fuehren können. Ebenfalls koennen Kolobome der Ader- und Netzhaut auftreten. Auch eine Netzhautabloesung ist moeglich. Je nach Schweregrad der Veraenderungen kann die Sehkraft nicht beeintraechtigt sein; schwerere Faelle koennen aber eine verminderte Sehkraft bis hin zu voelliger Erblindung zeigen.

Vererbung der CEA

Bei der autosomal rezessiv vererbbaren CEA geht man davon aus das beide Elterntiere das CEA- Gen besitzen um bei Welpen diese Krankheit hervorzurufen.
Als Genotypisch „Normal“ wird ein gesunder Hund bezeichnet der das CEA-Gen nicht traegt.
Hunde die das entsprechende Gen tragen werden demnach als „Traeger bzw. Carrier“ bezeichnet. Im Falle eines Erkrankten Hundes spricht man von „Befallen / Affected“.


Da nur bei der Welpenuntersuchung im Alter von 4-6 Wochen die CEA eindeutig erkannt werden kann, werden alle meine Welpen in diesem Zeitraum von einem speziell ausgebildeten Augenarzt untersucht.


(Quelle: Wikipedia )

PRA - Progressive Retinaatrophie

Bei der progressiven Retinaatrophie (PRA) handelt es sich um ein langsam fortschreitendes Absterben der Netzhaut von Hunden und – weniger haeufig – Katzen. Es handelt sich hierbei um eine erbliche, progressive (stufenweise fortschreitende) und letztlich zur Erblindung beider Augen führende Erkrankung, wobei die degenerativen Prozesse im Bereich der Photorezeptoren beginnen und im Verlauf der Erkrankung die gesamte Netzhaut mit einbeziehen. Trotz des aehnlichen klinischen Erscheinungsbildes kann der Symptomatik eine Vielzahl verschiedener Ursachen zugrunde liegen.

Die Progressive Retinaatrophie entspricht der Retinopathia pigmentosa des Menschen.

(Quelle: Wikipedia)

Katarakt

Der Katarakt  oder der graue Star bezeichnet eine Truebung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Faerbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung grauer Star ableitet. Die getruebte Linse kann in den meisten Faellen operativ durch ein kuenstliches Linsenimplantat ersetzt werden.

(Quelle: Wikipedia)

Epilepsie

Epilepsie-Anfaelle sind für Hundehalter eine erschreckende Erfahrung und die Krankheit wirft viele Fragen auf. Wodurch entsteht sie, leidet der Hund und kann man etwas dagegen tun? Nicht alle Fragen lassen sich bis ins Detail klaeren, weil die Krankheit noch nicht bis ins Letzte erforscht ist. Was man weiß ist, dass es wirksame Medikamente und Therapien gibt, mit denen sich das Leben eines Epilepsie-Patienten durchaus ertraeglich gestalten laesst. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Hundehalter und Tierarzt, eiserne Disziplin bei der Medikation und vor allem Geduld, Geduld und noch einmal Geduld.

Was ist Epilepsie eigentlich?

Epilepsie ist das wiederholte Auftreten von unterschiedlich ausgepraegten Krampfanfaellen. Von einem epileptischen Anfall spricht man, wenn es zu einer kurzen Stoerung der Hirnfunktion kommt, die sich durch das Auftreten abnormen Verhaltens aeußert. Die Stoerung der Gehirnfunktion kann verschiedene Ursachen haben. Einige moegliche Ursachen für das Krampfgeschehen, wie z.B. Stoffwechselerkrankungen, koennen behandelt werden. Dann treten auch keine Anfaelle mehr auf. Leider sind beim Hund trotz aufwendiger und kostenintensiver Untersuchungen haeufig keine Ursachen zu finden. Man spricht dann von einer idiopathischen Epilepsie. Die kommt bei Hunden relativ haeufig vor. Betroffen sind sowohl Rassehunde als auch Mischlinge. Bei bestimmten Rassen (u. a. Golden und Labrador Retriever, Beagle, Collie, Pudel, Berner Sennenhund, Schaeferhund) und damit auch bei Kreuzungen dieser Rassen tritt die Krankheit haeufiger auf. Inzwischen wurde bei einigen Rassen nachgewiesen, dass Epilepsie erblich ist. Die Krankheit ist auch geschlechtsunabhaengig.

Die ersten Anfaelle treten meist im Alter von einem halben bis fuenf Jahren auf. Die Haeufigkeit der Anfaelle variiert. Bei einem einmaligen Anfall oder isolierten Anfaellen in Abstaenden von mehr als sechs Monaten besteht aus Sicht von Fachleuten noch kein Grund für eine medikamentoese Langzeitbehandlung. Treten die Anfaelle wiederholt und in kuerzeren Abstaenden auf, ist nach gesicherter Diagnose eine konsequente Therapie jedoch dringend anzuraten. Unbehandelt treten die Anfaelle sonst in immer kuerzeren Abstaenden auf und werden zunehmend weniger kontrollierbar. Das Risiko für Serienanfaelle mit mehreren Kraempfen an einem Tag oder gar einen „Status epilepticus“, ein lebensbedrohliches Krampfgeschehen mit einer Dauer von fuenf bis 30 Minuten, steigt.

Genetik und Zucht:

Beim BC liegt die Disposition, also die Moeglichkeit an Epilepsie zu erkranken bei etwa 15%. Reinrassige Hunde sind dabei oefter betroffen als Mischlinge. Auch spielen Inzuchtkoeffizient und Ahnenverlußtwert eine Rolle.

Für Zuechter sei jedoch gesagt dass ein so genannter „outcross“ keine Garantie für gesunde Hunde ist!

 Nach derzeitigen Studien handelt es sich beim Border Collie vermutlich um einen polygenen, rezessiven Erbgang. Soll heißen, nicht ein Gen sondern mehrere sind daran beteiligt, dass ein Hund erkrankt. Auf Grund dessen ist ein Gentest für Epilepsie auch auf laengere Sicht nicht zu erwarten.

 Die Studie der Uni Muenchen besagt, das 67,5% der eingesandten Proben von erkrankten Hunden auf einen gemeinsamen Vorfahren zurueckgehen!

74% der Hunde erkrankten zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr. 18% vor dem 1.Lebensjahr und nur 8% waren aelter als 5 Jahre.

Es gibt keine geschlechtliche Haeufung. Rueden und Huendinnen sind gleicher maßen betroffen. Eine Kastration hat keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

Was kann man tun?

Das wohl wichtigste ist ein offener Umgang mit dem Thema Epilepsie.

Die Einstellung alles zu ignorieren und tot zu schweigen hat letztlich zu einer solch immensen Problematik beim Border Collie gefuehrt, wie sie zurzeit vorliegt.

Zuechter sollten Epilepsiebefallene Hunde auf Ihren Webseiten veroeffentlichen und im Zuchtbuch eintragen lassen. Auch sollte eine Aufklaerung potentieller Welpenkaeufer erfolgen, denn es sei noch mal ganz klar gesagt: es gibt keine freien Linien! Alle Linien haben frueher oder spaeter Epileptiker oder Traeger für Epilepsie in ihren Linien. Ganz gleich ob Show- oder Arbeitslinie!

Des Weiteren sind inzwischen online Datenbanken von befallenen Hunden online. Auch dort sollten verantwortungsvolle Zuechter und auch Besitzer ihre Hunde eintragen lassen.

 
Professor Jaggy, Neurologe der Med. Vet. Uni Bern empfiehlt einen Ausschluss von Eltern und Wurfgeschwistern eines befallenen Hundes.

Sieht man sich die bisher veroeffentlichten Hunde und Ihre Eltern bzw. Geschwister an, so wird es, sofern man dieser Empfehlung folgt schnell zu einem eingeschraenkten Genpool der Rasse Border Collie kommen. Außerdem steht zur Befuerchtung, das bei einem Zuchtverbot bei Epilepsie in der Nachzucht, befallene Hunde nicht mehr veroeffentlicht werden und das Problem noch vergroeßert wird.

 

Bitte, tragen Sie ihre Hunde in den Datenbanken ein, veroeffentlichen Sie befallene Hunde. Nur so hat die Rasse Border Collie auch eine gesunde Zukunft vor sich!

Quellen :         http://www.fromshepherdsown.de

                      http://www.abcdev.de/artikel/Gierling_Sandra_Epilepsie_beim_BorderCollie.pdf

                      http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/forschung/stud_neuro/bordercollie/index.html

                      http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/downloads/studienabschluss.pdf

              

Datenbanken : http://epilepsybc.weebly.com/

                      http://pbhfbcfittingdb.yolasite.com/

                      http://www.svak.se/?page_id=1779

                      http://bccn.nl/DW/CFH/Epilepsie%20Publicatie%20op%20de%20site%20020312.pdf

Hueftdysplasie

Die Hueftdysplasie oder Hueftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlentwicklung des Hueftgelenks. Betroffen sind saemtliche Hunderassen, wobei großwuechsige Rassen das Krankheitsbild besonders haeufig ausbilden. Erstmals diagnostiziert wurde sie am Deutschen Schaeferhund und wird daher faelschlicherweise hauptsaechlich mit dieser Rasse in Verbindung gebracht, obwohl mittlerweile andere Rassen staerker btroffen sind. Die Haeufigkeit des Vorkommens kann je nach Rasse bis über 50 Prozent betragen. 

Die HD ist zu großen Teilen genetisch bedingt (die Heritabilität liegt zwischen 20 und 40 Prozent), weshalb viele Zuchtverbände die HD-Freiheit zur Zuchtzulassung fordern. Da falsche Ernaehrung und Haltung die Entstehung und das Fortschreiten der Krankheit beguenstigen koennen, handelt es sich um ein multifaktorielles (von vielen Faktoren abhaengiges) Geschehen. Klinisch zeigt sich die HD in zunehmender Bewegungseinschraenkung und Schmerzhaftigkeit, die infolge der krankhaften Umbauprozesse am Hueftgelenk entstehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann nur die Entfernung des Hueftgelenks mit oder ohne Einsetzen eines kuenstlichen Hueftgelenks eine deutliche Verbesserung herbeifuehren. Ist dies nicht moeglich, laesst sich durch eine dauerhafte Schmerztherapie haeufig lange eine ausreichende Lebensqualitaet aufrechterhalten.

Symptome und Diagnostik

Die Ausprägung klinischer Symptome einer HD variiert in Abhängigkeit vom Alter bzw. Stadium der Krankheit. Bei relativ jungen Tieren, im Alter von einem halben bis einem Jahr, kommt es zu Schmerzen, weil der Kopf des Oberschenkelknochens in der Hüftgelenkspfanne  nur ungenügenden Halt findet und durch seine abnorme Beweglichkeit schmerzregistrierende Nervenfasern der Knochenhaut des Pfannenrandes gereizt werden. Ältere Tiere bilden Schmerzen eher infolge fortschreitender degenerativer Veränderungen (Arthrosen) des Hüftgelenkes aus.

Eine beginnende HD äußert sich in zunehmenden Schmerzen bei Spaziergängen, der Hund will nicht mehr weit laufen, setzt sich öfter hin, schreit beim Spielen gelegentlich auf und zeigt einen instabilen Gang. Beim Vorführen der Hintergliedmaße wird das Becken in Richtung der vorgeführten Gliedmaße seitwärts bewegt.  Bei Bewegungen des Gelenkes kann ein Knacken, Klicken oder Knirschen des Gelenks hörbar sein. Bei Feststellung eines der Symptome ist der sofortige Gang zum Tierarzt ratsam.

Roentgen

Eine zuverlässige Moeglichkeit, den Schweregrad der Erkrankung zu erkennen, ist die Roentgenuntersuchung. Dabei müssen die Gelenke ueberstreckt werden, was beim Vorliegen einer HD starke Schmerzen verursacht. Daher wird sie unter Kurznarkose durchgefuehrt. Voraussetzung für eine aussagekraeftige Diagnose ist die exakte Positionierung des Tieres in Rueckenlage mit gestreckten, parallel gelagerten Oberschenkeln und rechtwinklig zum Strahlengang eingedrehten Kniescheiben. Zusaetzliche Aufnahmen koennen in „Froschhaltung“ der Oberschenkel oder im seitlichen Strahlengang erfolgen.

Die zuechterische Auswertung von HD-Aufnahmen ist im VDH nur durch von den Rassezuchtverbaenden zugelassene Gutachter moeglich, an die der Tierarzt die Roentgenbilder einschickt.

Beim Club fuer britische Huetehunde gilt fuer die Zuchtzulassung fuer Rueden und Huendinnen bei Border Collies nur die Schweregrade A und B.

Auch wer seinen Hund im Sport, ( z.B. Agility oder Turnierhundesport ) einsetzt sollte mit 15 Monaten eine HD -Roentgenuntersuchung beim Tierarzt vornehmen lassen.

Schweregrade


 A  HD-Frei In jeder Hinsicht unauffällige Gelenke, Norberg-Winkel 105° oder mehr. Manchmal noch A1 wenn der Pfannenrand den Oberschenkelknochen noch weiter umgreift.  
B HD-Verdacht Schenkelkopf oder Pfannendach sind leicht ungleichmäßig und der Norberg-Winkel beträgt 105° (oder mehr), oder Norberg-Winkel kleiner als 105° aber gleichförmiger Schenkelkopf und Pfannendach.
 
C Leichte HD Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind ungleichmäßig, Norberg-Winkel 100° oder kleiner. Eventuell leichte arthrotische Veränderungen.  
D Mittlere HD Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne sind deutlich ungleichmäßig mit Teilverrenkungen. Norberg-Winkel größer 90°. Es kommt zu arthrotischen Veränderungen und/oder Veränderungen des Pfannenrandes.   
E Schwere HD Auffällige Veränderungen an den Hüftgelenken (beispielsweise Teilverrenkungen), Norberg-Winkel unter 90°, der Pfannenrand ist deutlich abgeflacht. Es kommt zu verschiedenen arthrotischen Veränderungen.   

Bisweilen werden die Grade A-D noch in A1 und A2, B1 und B2, C1 und C2 sowie D1 und D2 aufgeteilt.

Behandlung

Man kann HD nicht heilen, sondern nur das Auftreten klinischer Symptome und das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern oder die Schmerzen reduzieren. Je häufiger der Hund bestimmte Bewegungsabläufe ausführt, desto schneller verschleißt die Hüfte. Zu diesen Bewegungen gehören vor allem jene, die die Gelenke besonders stauchen, wie Treppenlaufen, Springen auf harten Untergründen und ähnliche. Man kann dem Hund mit frühzeitigem Erkennen und richtigem Umgang mit der Krankheit ein normales Leben ermöglichen.

Quellen : Wipikedia